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Flagship-Lehrangebot «Urbane Krisenkompetenz»

Unter dem Titel «Die Krise und die Stadt: Herausforderungen und Krisenkompetenz im urbanen Raum» bietet das CCC 2025 bis 2026 eine transdisziplinäre Lehrveranstaltung an. Das Flagship-Lehrangebot wird von der School for Transdisciplinary Studies der UZH finanziell gefördert.

Die innovative Theorie-Praxis-Kooperation thematisiert die Schnittstelle von wissenschaftlicher Forschung zu städtischer Krisenbewältigung in der Lehre. In wöchentlichen Seminaren und Exkursionen adressiert sie aktuelle, gesellschaftlich relevante Krisenthemen im Kontext der Stadt Zürich. Die Teilnehmenden werden in die krisenrelevanten Arbeitsbereiche der Stadt Zürich eingeführt und als Gäste an einer «Agora» teilnehmen. Die «Agora» ist ein gleichberechtigtes Dialogformat zwischen der Stadt Zürich und dem CCC zu zentralen städtischen Krisenthemen. Sie findet im Rahmen des von der Stiftung Mercator Schweiz geförderten Projekts «Agora Städtische Krisenkompetenz» statt.

Die Krise und die Stadt: Herausforderungen und Krisenkompetenz im Urbanen Raum Zürich, Frühlingssemester 2025 und 2026

Teilnahme der Studierenden an der Agora, Mai 2025

Dieses Modul untersucht am Beispiel der Stadt Zürich, wie Städte mit Krisen umgehen. Zuerst werden Massnahmen und Kompetenzen, die für die Bewältigung von Krisen erforderlich sind, beleuchtet, insbesondere die Governance von Krisen und die Stärkung der städtischen Resilienz. Anschliessend befasst sich das Modul mit den spezifischen Herausforderungen, die sich in Krisenzeiten für Zürich und darüber hinaus zeigen: soziale Herausforderungen wie gesellschaftliche Polarisierung oder die Unterbringung von Geflüchteten, wirtschaftliche Herausforderungen, ökologische Herausforderungen wie die nachhaltige Stadtentwicklung sowie infrastrukturelle Herausforderungen der 'Smart City Zürich', beispielhaft an der Cybersicherheit. Im letzten Seminarblock werden die Auswirkungen von Krisen diskutiert und die Frage gestellt, wie aus Krisen neue Formen des urbanen Zusammenlebens entstehen können.

Teilnahme der Studierenden an der Agora, Mai 2025

Die Seminarblöcke werden gemeinsam von Dozierenden des CCC (Center for Crisis Competence) aus verschiedenen Fachrichtungen und Dozierenden der Stadt Zürich meist im Co-Teaching unterrichtet. Durch Exkursionen erhalten die Studierenden Einblicke in krisenrelevante Arbeitsbereiche der Stadt Zürich, etwa in die Krisen-Kommandoposten und die Unterbringung von Geflüchteten. Zudem nehmen die Studierenden einmalig an einer "Agora" teil, die sich im 2025 mit dem Thema "Individuelle Resilienz stärken im urbanen Raum" und im 2026 mit dem Thema der Antizipierung von Krisen befasst. Gegen Ende des Frühlingsemesters 2026 findet zusätzlich ein Austausch mit Studierenden der Universität Calgary (The Urban Lab) zum Vergleich aktueller urbaner Herausforderungen in Calgary und Zürich statt.

Themen der Seminararbeiten und Rückmeldung aus der Stadt Zürich

Die im Rahmen der Lehrveranstaltung verfassten Seminararbeiten der Studierenden behandelten vielfältige inhaltliche Aspekte des Kurses. Besonderes Interesse weckten dabei Massnahmen zur Hitzeminderung in Verbindung mit verschiedenen Formen sozialer Ungleichheiten. Exemplarisch seien folgende Titel genannt:
•    «Kühle Luft, heisse Debatte: Wenn Hitzeschutz zur sozialen Verdrängung führt»
•    «Zwischen Hitzeschutz und Mobilität: Herausforderungen für vulnerable Gruppen in Zürichs Randquartieren»
•    «Hitzeschutz und soziale Ungleichheiten in der Stadt Zürich: Eine interdisziplinäre Analyse der städtischen Hitzeschutzmassnahmen und deren Auswirkungen auf soziale Ungleichheit»

Weitere Arbeiten widmeten sich den Themenbereichen politisches Vertrauen, Partizipation und Resilienz, der kollektiven Wahrnehmung von Krisen, Krisenkommunikation, der Wohnungskrise, Blackout-Szenarien sowie der Rolle staatlicher Informationssicherheit.
Markus Meile, Stabschef der Krisenführungsorganisation der Stadt Zürich, äusserte sich sehr positiv sowohl zu den studentischen Diskussionen als auch zu den eingereichten Seminararbeiten:
«Da sind Erkenntnisse und neue Gedanken darin enthalten, die unsere Sicht als Stadt bereichern.» So betonten die Studierenden in ihren Arbeiten etwa, wie wichtig es sei, soziale Netzwerke während Krisenzeiten zu stärken. Deshalb will die Stadt jetzt die Gemeinschaftszentren stärker in die Organisation der Krisenführung einbinden».

Ihre Ansprechpersonen

Projektmanagement: Eveline Odermatt

LeitungsausschussFrank Rühli