Die Biodiversitätskrise: Was die Forschung zeigt und was hilft
21. Oktober 2026, 17:00-18:00, online
Der UZH-Ökologe Florian Altermatt erforscht, wie Biodiversität entsteht und sich verändert. Seine Gruppe misst Biodiversität mit Umwelt-DNA aus Wasserproben. Im Gespräch mit dem Finanzökonomen Alexander Wagner erklärt er, wie es um die Natur in der Schweiz und weltweit steht, was den Biodiversitätsverlust antreibt, welche Massnahmen wirken und warum er auch Unternehmen und Investoren betrifft.
Das Konzept der planetaren Grenzen, 2009 in «Nature» vorgestellt und 2015 in «Science» aktualisiert, steckt den sicheren Handlungsraum der Menschheit ab. Heute sind laut Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung sieben von neun Grenzen überschritten. Aber die Grenze für die Integrität der Biosphäre war schon 2009 überschritten, weit deutlicher als jene für das Klima.
Der UZH-Ökologe Florian Altermatt erforscht, wie Biodiversität entsteht und sich verändert, vor allem in Gewässern. Seine Gruppe misst Biodiversität mit Umwelt-DNA aus Wasserproben. Im Gespräch mit dem Finanzökonomen Alexander Wagner erklärt er, wie es um die Natur in der Schweiz und weltweit steht, was den Biodiversitätsverlust antreibt, welche Massnahmen wirken und warum er auch Unternehmen und Investoren betrifft. Auch politisch ist das Thema aktuell: Vom 19. bis 30. Oktober ziehen die Vertragsstaaten an der Weltbiodiversitätskonferenz in Eriwan erstmals Bilanz über den 2022 beschlossenen globalen Biodiversitätsrahmen, oft «Pariser Abkommen für die Natur» genannt.
Kurzes Portrait
Prof. Dr. Florian Altermatt ist ordentlicher Professor für Aquatische Ökologie an der Universität Zürich und leitet zudem an der Eawag, dem Wasserforschungsinstitut des ETH-Bereichs, eine Forschungsgruppe; seit 2023 gehört er auch der Direktion der Eawag an. Er untersucht den Zustand und die Veränderung der Biodiversität, vor allem in Gewässern, und entwickelt Methoden, um sie anhand von Umwelt-DNA zu erfassen. An der UZH hat er das Bachelorstudienprogramm Biodiversität aufgebaut, das er leitet; 2025 erhielt er den Lehrpreis der UZH.
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